WARUM THEATER?
Ein leerer Raum, ein Darsteller, der über die Bühne geht und einen Zuschauer – mehr braucht es nicht, um Theater entstehen zu lassen. Erleben, Erfahren und Reflektieren in der ästhetischen Bildung sind die wesentlichen Merkmale meiner Theaterarbeit. Das bedeutet, Wahrnehmung zu generieren, zu sensibilisieren und Bewusstsein zu bilden für das eigene Handeln im ästhetischen Prozess. So liegt mein Fokus in der Gewaltprävention an Schulen, in der Partizipation und nach den Methoden von Augusto Boal im „Theater der Unterdrückten“ und Ingo Scheller.
Meine Ensemblearbeit und meine Theaterworkshops zeichnen sich durch meine langjährige professionelle Erfahrung aus und der daraus resultierenden Methodenvielfalt, die ich gewonnen habe. Von der Stückentwicklung aus dem Nichts, dem Biografisch-Dokumentarischem Theater, dem Ästhetischen Forschen oder der Bearbeitung und Dramatisierung eines Romans bis hin zur klassischen Inszenierung einer Stückvorlage.
ÜBER MICH
Geboren und aufgewachsen bin ich in Weißenburg/ Franken. Nach dem Besuch der Fachoberschule für Gestaltung in Nürnberg zog ich 1986 nach Berlin, um an der BOS eine Schneiderlehre zu beginnen. 1988 hospitierte ich in dem Fachbereich Kostümbild an der UdK und war an verschiedenen Theaterprojekten beteiligt. 1989 –1990 besuchte ich die School for New Dance and Development in Amsterdam. 1990 bis 1993 absolvierte ich meine Ausbildung zur Schauspielerin an „Der Kreis“ Fritz Kirchhoff Schauspielschule in Berlin, Abschluss Bühnenreife ZAV.
Nach fünf Jahren Theaterarbeit hauptsächlich mit OFF-Theatern in Berlin sowie Engagements in Film und Fernsehen wurde ich 1998 in der Serie „Hinter Gittern“ bis 2002 in einer Hauptrolle besetzt. Weitere TV und Filmarbeiten folgten. 2003 folgte eine Fortbildung an der Deutschen Schauspielakademie in Berlin, Abschluss Diplom Schauspielerin. Seit 2004 arbeite ich u.a. freiberuflich als Coach. 2004-2005 führte ich erstmalig Regie mit dem Kindertheaterstück „Tranquilla Trampeltreu“ von Michael Ende in Zusammenarbeit mit „Namu Network e.V.“ und „Der weißen Rose“.
Von 2011 bis 2013 machte ich eine Weiterbildung zur Theaterpädagogin an der SPI in Berlin, Abschluss als Spielleiterin/Theaterpädagogin BuT. Von 2017 bis 2019 absolvierte ich eine Weiterbildung an der Theaterpädagogischen Akademie in Heidelberg, Abschluss als Theaterpädagogin BuT (MA).
Regie und Leitung freier Gruppen, theaterpädagogische Fortbildungen, Coachings, Theaterworkshops sowie projektbezogene Lehrtätigkeit an verschiedenen Schulen, sind fester Bestandteil meiner Arbeit.
AKTUELLES
„Medea Stimmen“
„Eine Stadt. Eine Fremde. Viele Stimmen.“ Seminar vom 01.-03. Mai 2026
Psychodrama im System der Mythologien erkunden – Konzept von Gabriele Stiegler und Dr. Ulli Ahrens
Christa Wolfs „Medea. Stimmen“ ist kein Mythos, sondern ein Echo unserer eigenen Geschichten. Ein Roman, eine neuinterpretierte Mythologie über das, was passiert, wenn eine Gesellschaft entscheidet, wer dazugehört und wer nicht. Über die Stimmen in uns, die wir entdecken und entfalten können – und die Stimmen über uns, die uns anregen, uns weiterzuentwickeln.
Es beginnt mit einem Gerücht. Einer Fremden, die durch die Gassen geht. Eine Frau, die zu viel weiß, zu anders aussieht, zu laut oder zu leise ist. Medea, nennen sie sie. Heilerin. Barbarin. Bedrohung. Doch wer ist sie wirklich – und wer sind diejenigen, die über sie urteilen? In diesem Selbsterfahrungsseminar lade ich Sie/ euch ein, diese Stimmen hörbar zu machen. Wir tauchen ein in die Geschichte und bringen sie auf die psychodramatische Bühne. Wagen ein Experiment und schlüpfen in die Figuren des Romans – nicht, um sie zu verurteilen, sondern um zu verstehen und durch sie, das Echo unserer eigenen Stimmen zu erleben und die Fragen zu stellen diedas Spiel, das Erleben in uns weckt.
Für wen?
Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Schauspieler*innen, Therapeut*innen, Literaturbegeisterte und alle anderen, die neugierig sind ein Experiment zu wagen!
Sie nehmen mit:
Psychodramatische Techniken sowie theatrale Elemente, wie Rollentausch, Standbilder, Chorarbeit. Neue Perspektiven auf, z.B. Konfliktlösungen.
Termin: 01. – 03. Mai 2026
Kosten: 320,00 Euro – 50% Ermäßigung für Student*innen, Rentner*innen und Arbeitslose
Zeit: Freitag 15.00 -18.00 Uhr, Samstag 10.00-18.00 Uhr, Sonntag 10.00 – 15.00 Uhr
Ort: Psychodramaforum Berlin, Giesebrechtstraße 11, 10629 Berlin
Leitung: Anja Beatrice Kaul, Dipl. Schauspielerin, Theaterpädagogin BA, Psychodrama Leitung i.A DFP
Teilnahmevoraussetzungen: keine, Anmeldungen bitte bis zum 15. April mit dem > Anmeldeformular.
Hinweis: Dieses Selbsterfahrungsseminar erhebt keinen therapeutischen Anspruch.
